2. April 2017

Auch heute morgen geht es hier in Richtung Totalbestrichung. Schon beim Vorglühen vor dem Tagesstart sieht man die Reste der Nacht.

Wir erwarten das Eintreffen der Sonne, sie müßte jeden Moment da sein.

Na bitte, da ist sie: sie kann das und sie schafft das, ich wußte es.

Die Sonne hat kein Problem mit den Giftwolken, sie schwebt weit, weit darüber. Aber wir aus der Bodenhaltung haben die Probleme. Die Sirenen der Krankenwagen heulen und jaulen, es wird gehustet und geschnupft, was das Zeug hält. Strichi-Strichi-Machen an der frischen Luft ist eben nicht das Richtige.

Das Volk oder die Bevolkung beziehungsweise das Personal hat die Nase oder die Nasen gestrichen voll. Der Gesang wird lauter und lauter und erhebt sich zu einem mächtigen Strom.

Die Stricher verschwinden, doch die Luft ist schon zu dick.

Bald gibt es Zirkus zum Anfassen, da kommen schon die ersten Stricher herunter.

Geht es ihnen jetzt endlich an die Wäsche? Oder werden sie sich wieder irgendwo hinter den Wolken oder in ihren Höhlen verstecken?

Am Nachmittag sitze ich im Krankenhaus, spreche mit meinem Freund und schaue hin und wieder durch die ungeputzten Fensterscheiben. Riesige Giftschwaden hängen über der Stadt. An der Wand hängt ein Foto mit Strichen.

Das Ende ist nahe.

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