Freistil

Land unter

Der Tag beginnt grau, die Luft ist ganz ruhig. Wenn man stille ist, fängt der Himmel an zu sprechen. Dann braucht man nur zuhören. Heute morgen spricht der Himmel wieder von der kommenden Flut.

Wie wird die Welt am Tag danach aussehen? Wer wird noch leben, wen wird man suchen?

Wie wird die Sonne scheinen über einer Welt, die von ihrem Tag X eingeholt wurde?

Wird der Vogel noch da sein, wird er über den stille gewordenen Wassern im Dunst nach Leben Ausschau halten?

Wenn die Wasser sich wieder verlaufen haben, was wird noch übrig sein außer Schlamm und Schutt? Was bleibt von der ganzen Arbeit, von der Kunst, vom Geld, von der schönen Welt?

Am Potsdamer Hauptbahnhof steht noch ein Wasserturm.

„Rassisten schöne Augen machen – Backpfeifegesichter erkennen und handeln!“ – hier ist bald Feierabend. Ich versuche, kein Backpfeifegesicht zu machen und zwinge mich zu erhöhter Umsichtigkeit.

Die Denkmäler waren alle umsonst, niemand von uns wollte in den Spiegel schauen. Wir wollten uns hübsch machen, uns herausputzen, etwas sein und scheinen. Aber das Böse im eigenen Herzen wollten wir nicht wahrhaben.

Wann wird die alles verheerende Flut kommen? Wenn das Maß voll ist, wenn der Kelch des Bösen überläuft, wenn der letzte Tropfen der Ungerechtigkeit das Faß zum Überlaufen bringt …

Graue Gegenwart, ein Quartier für alle, Bauen für die Zukunft, trotzig baut Potsdam doch eine Synagoge … und ja, die Gefahren und Risiken von Naturkatastrophen nehmen zu.

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
(Die Bibel – Lukas 21, 25-26)

Uns steht das Wasser schon bis zum Hals, dabei ist heute erst der Tag X minus Zehn.

Ich muß hier weg, ich will raus aus der Ratlosigkeit und Furcht, ich brauche wieder Boden unter den Füßen und eine fest gegründete Zukunft.

Kategorien:Freistil, SOS, Zeichen

7 replies »

  1. Mahnung zur Wachsamkeit

    32 An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.

    33 Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist.

    34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.

    35 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

    36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

    37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns.

    38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging;

    39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin –, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.

    40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben.

    41 Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben.

    42 Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

    (aus Matth. 24)

    Wenn ich Deinen „Tag X – Countdown“ auch bisher nicht richtig einordnen kann / ich nicht vor die Augen bekomme, worauf Du Dich konkret beziehen kannst, so muß ich aber sagen, daß eine positive Folge davon ist, sich intensiv mit der Endlichkeit und Dramatik des aktuellen „Theaterstücks“ (nicht despektierlich gemeint) auseinanderzusetzen.

    • So ungefähr ist das mit dem „Tag X“ gemeint, das kann für jeden etwas anderes bedeuten. Es ist, wie Du sagst, eine Erinnerung an die Endlichkeit alles Weltlichen, damit man auch mal an das Ewige denkt. Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und Schaden an seiner Seele nimmt?

    • Welches wird das letzte Gebot sein? Haben wir nicht schon alle zehn Gebote verworfen? Wenn man sie allerdings nicht kennt, wird einem das nicht bewußt. Das moralische Gesetz ist uns vom Schöpfer gegeben worden, damit wir unseren verlorenen Zustand erkennen. Wenn wir die zehn Gebote nicht zum Maßstab nehmen, dann können wir nach unserem eigenen Urteil perfekt sein, so wie es uns gerade passt, dann geht alles.

  2. Woher kommt dieser Hass? – Jeder gegen jeden im tief gespaltenen Merkel-Land

    … Woher kommt dieser infernalische Hass auf Andersdenkende, der sich wie eine Epidemie in Deutschland ausbreitet und selbst Akademikerinnen wie die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling in wahre Furien verwandelt? Die hatte zusammen mit linksextremen Antifa-Aktivisten die Abschlusskundgebung der AfD-Koblenz derart gestört, dass sie von der Polizei entfernt werden musste. ..

    https://www.journalistenwatch.com/2019/05/28/woher-hass-jeder/

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