15. Mai 2017

Zum Tagesbeginn liegt eine graue Decke über mir, im Osten (wo sonst) blinzelt die aufgehende Sonne.

Die Schicht zieht ab, der Strichspuk beginnt.

Mit bloßem Auge sind die Strichschwaden gut zu erkennen, für den Fotoapparat ist der Kontrast zu niedrig und Scharfstellen will er nicht oder kann er nicht – oder ich bin zu dumm dazu.

Aus kleinen Flecken werden riesige Gebilde.

Gegen 8:30 Uhr MESZ zieht jemand einen dicken Strich queer über den ganzen Himmel.

Jetzt quellen die echten Wolken auf, lassen wir die Suppe ein Weilchen ohne Deckel köcheln.

Dann Deckel drauf und ziehen lassen …

Jetzt ist Mittagszeit und die Wettersuppe sollte nun mal endlich fertig werden. Heute gibt es naturtrübe Brühe mit Wolkenresten und Wolkenergänzungsmitteln.

Außerdem sieht die Suppe auch irgendwie versalzen aus.

Wir setzen unsere Erwartungen nun auf den Abend. Die Kocherei geht schon wieder los, was soll es werden?

Der Abend ist verstrichen und die Suppe war nicht gut, es waren zu viele Haare drin. Ich weiß nicht, ich kann mir nicht helfen, das sieht für mich alles nur noch sonderbar, seltsam und krank aus.

Gehe nicht in diese Nacht, aus der keiner mehr erwacht.

4 Kommentare zu “15. Mai 2017

  1. 17.05.2017, 8.20 Uhr. … es ist anzunehmen, dass den Elektrosicherungen der Klimasteuerung heute alles abverlangt wird, so wie es „aussieht“.

    • Hier in Berlin bleiben sie heute in dem neuen Paradigma „Naturtrüb“, es gibt schwere Bestrichung, aber wenig Kontraste. Herzliche Grüße! Durchhalten!

  2. Am Wochenende war ich verreist, dort von Freitag bis Sonntag unregelmäßige aber flächendeckende Kurzbestrichung. Gestern dann hier wieder Großkampftag aus allen Registern. Heute, man dachte schon es geht nicht schlimmer, der größte Stricherwahn, bei eigentlich blauem Hochdruck-Sommerhimmel. Während der guten Stunde in der ich nachmittags unterwegs war ca. 100 Flieger im näheren Sichtfeld, davon gut 2/3 mit Dauerbesprühung. Ein gutes Dutzend davon flogen auch noch theatralisch eine 40° Kurve und brachten ihre Bahnen parallel – von England kommend nach Süden abbiegend – aus. Dies zum Zeugnis, und Gruß!

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