Alptraumparadies

Ich lade dich ein, mit mir diesen kleinen Gedankengang zu unternehmen, er dauert nicht lange: von zehn nach 8 bis zehn vor 9 – und jetzt ist es ungefähr eine Minute vor Mitternacht.


Das Traumparadies ist in Wahrheit ein Alptraum, aus dem man nicht von sich aus erwachen kann. Man braucht einen Freund, der einen aufweckt.

Man möchte zwar etwas tun, aber man geht immer wieder durch die falschen Türen und kommt nicht ins Freie.

Überall lauert die Verführung und der Betrug. Ohne daß wir sie bemerken, zwingt uns eine Macht – die Macht der Sünde – auf einen abschüssigen Weg, den wir eigentlich nicht gehen wollten. Und doch lassen wir uns Schritt für Schritt auf diesem Weg in das Verderben führen. Solange der Schmerz nicht zu groß wird, merken wir noch nicht einmal etwas davon.

Wir sind blind und denken, daß wir sehend wären. Wir verstehen überhaupt nichts und meinen, wir hätten alles im Griff. Immer wieder folgen wir den falschen Leuten.

Wir wollen die Guten sein und sind doch die Zerstörer.

Kann es sein, daß Macht kaputt macht? Was bleibt denn übrig von den ganzen Traumparadiesen dieser Welt als nur ein Meer von vergossenem Blut und geweinten Tränen. Und es bleiben immer wieder solche Orte, an denen sich dann die Vögel niederlassen – entweder um unsere Leichen zu fressen oder um zu ruhen …

Ich lasse die Politik links liegen, wo sie hingehört und gehe weiter.

Zu viele Menschen wurden schon auf den Altären der Götzen geopfert. Ich will nicht sterben, ich möchte leben.

Ich möchte nicht dem Tod dienen und den Tod verherrlichen. Ich möchte ihm von der Schippe springen, aber ich komme nicht los, mir fehlt die Kraft. Etwas drängt und drückt mich unausweichlich in die falsche Richtung. Ich möchte schreien, aber ich bleibe stumm, da kommt kein Ton.

Plötzlich stehe ich vor dem Bösen. Stolz thront er über mir, er ist der Herrscher dieses Zeitalters und seine Macht wirkt in mir und durch mich. Ich bin in seiner Hand.

Ich hebe meine Augen auf zum Himmel, woher wird meine Hilfe kommen?

Denn auf diese Art geht es mit meinem Leben nicht weiter, ganz bestimmt nicht.

Ich würde gerne in das echte Paradies zurückkehren, aber da kann ich nicht hinkommen und da kommt niemand hinein.

Oder doch?

Die Bibel – Jakobus 4, 7-10 – Luther 1911

Es kommt ein Tag, da wird jeder Mensch auf den schauen, der ihn gemacht hat. Könnte dieser Tag nicht heute sein?

Mein Alptraum kann platzen wie eine Seifenblase. Es gibt für uns eine starke Hand, es gibt für uns einen Retter. Er ist der Anfänger unseres Lebens und er möchte es auch vollenden. Er ist wahrlich Liebe und gibt uns Frieden. Er hat für uns sein Blut vergossen und ist unseren Tod gestorben. Übergebe dein Leben ganz in die Hand des Einzigen, der vom Tod auferstanden ist. Bitte ihn um Vergebung, bitte ihn um ein neues Leben. Du wirst ihm begegnen.

Gehe nicht in diese Nacht, aus der keiner mehr erwacht.

3 Kommentare zu “Alptraumparadies

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