Bodenhaltung

Urbane Praxis

Wir wecken Potenziale: täglich um 5 Uhr …

Unsere einflußreiche, weibliche Persönlichkeit versteckt sich noch hinter den Wolken.

Der Tag in der Rot-Rot-Grünanlage beginnt mit einem Verbot. So eine Frechheit, das ist Diskriminierung. Wenn ich der Meinung bin, daß ich hier etwas bekleben darf, dann ist das meine Meinungsfreiheit.

Da klebt tatsächlich was, das klingt beeindruckend: Claiming common spaces – Kunst und urbane Praxis. Im ersten Moment sieht das Plakat ganz normal abgefetzt und heruntergerissen aus, erst beim zweiten Blick erkenne ich die Vögel. Werde ich alt?

Hau Hebbel am Ufer: warum soll ich Hebbel ausgerechnet am Ufer hauen? Wer ist Hebbel, ist das ein Kollege von Giller und Schoethe? Sind die nicht schon lange tot? Und überhaupt: das ist doch ein Aufruf zum Hauen im öffentlichen Raum? Erlebe ich hier gerade eine Straftat?

Ich stecke meinen Kopf nicht in den Sand, sondern ich stelle mich mutig meiner Zeit. Täglich erobere ich mir den öffentlichen Raum, das darf ich noch. Ich könnte auch in den Park gehen, das darf ich auch noch.

Kunst kam in früheren Jahrhunderten von Können, heute kommt Kunst von Dürfen. In der Rot-Rot-Grünanlage darfst du überall …

Heutige Kunst ist meist Müll und Müllmachen ist keine Kunst, das ist meine Meinung. Den meisten Müll macht der Mensch.

Die Exegese des öffentlichen Raumes ist eine Kunst für sich, das lernt man nicht in der Schule.

Ich ahne, daß da etwas in der Luft liegt: Nachbarn hinter Stacheldraht. Das klingt wie eine Aufforderung oder Ankündigung? Gehört Stacheldraht bald zur urbanen Praxis? Warum sollen Nachbarn hinter Stacheldraht?

Die kommende Steinzeit wirft ihre Schatten voraus.

Mit Riesenschritten geht es dem Ende entgegen.

Es gibt nichts Neues unter der Sonne: Berliner Asyl-Verein.

Ich atme auf, die Umweltzone liegt hinter mir. Ich befinde mich leider immer noch innerhalb der Rot-Rot-Grünanlage.

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt: Striche am Himmel gehören nun mal dazu.

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Der Himmel ist verkrakelt und in der Bodenhaltung wird alles vollgeschmiert. Viele Leute sind hier stolz auf ihre bunten Häute. Es ist warm, man geht kurzärmlig, man zeigt, was man drauf hat und was man sich hat stechen lassen.

Unsres Lebens ⇒ Glanz und Fülle ⇐ zeigt sich voll und ganz am Mülle.

Als Analphabet wäre das Leben etwas leichter? Man käme nicht mehr in Versuchung, alles zu lesen, was man sieht.

Geduld ist die Mutter der Porzellankiste, sagt man.

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Bald geht hier das Licht aus, das Leben geht woanders weiter.

Die urbane Praxis läßt ⇒ Schlimmes ⇐ erahnen.

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Das sind nicht meine schlechten Gedanken, ich lese einfach nur den öffentlichen Raum.

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