Spaßbremse (5)

Heute wünsche ich mir schlechtes Wetter, meine Stadt braucht meiner Ansicht nach eine deutliche Spaßbremse und eine kalte Dusche.

Ich werde ungeduldig, wo bleibt mein Wunschwetter, kommt es noch? Ich hatte es doch für 12:00 Uhr MESZ bestellt?

Mit zwei Stunden Verspätung nähert sich nun endlich die Gewitterfront.

Das Wetter ist so richtig schön schlecht, genau wie ich es bestellt hatte: das haben sie diesmal gut geschafft, die kleine Verspätung kann ich gerade noch so akzeptieren.

Leider ist mein Freund auch nass geworden, er hat es nun wirklich nicht verdient.

Die zweite gute Nachricht für heute: die Wettervorhersage war wieder mal falsch.

Bis zum Erreichen des absoluten Nullpunkts werden noch einige Monate ins Land gehn …

Vier auf einen Streich (2)

Immer mal wieder trifft man auf Massenversammlungen von herrenlosen Einkaufswagen – oder müssen sie jetzt neuen Herren dienen?

Jura kann man am besten auf der Straße studieren, hier wird das geltende volkseigentümliche Recht sichtbar.

Nichts bleibt wie es ist (2)

Aus dem Sommer wird der Winter.

Das kann ganz schnell gehen, von einem Tag zum anderen.

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Ich soll schon mal anfangen zu zittern? Ich höre aber nicht auf jedes dahergelaufene Großmaul.

Der Winter ist die Nacht, aus der keiner mehr erwacht. Gehe nicht in diesen Winter!

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Statt zu zittern, bitte den Schöpfer von Himmel und Erde um Hilfe. Sein Name ist Jesus, er wird seine starke Hand ausstrecken und dein Leben lenken. „Gott, sei mir Sünder gnädig …“


Nuklearer Winter, Vulkan, Teufel, Luzifer

16. Juni 2017

Sehr geehrte Wetter- und Luftverbraucher, aus wolkentechnischen Gründen wird der Sonnenaufgang heute mit einer kleinen Verspätung durchgeführt. Im Wissen, daß es Ihnen sowieso egal ist, bedauern wir diese kleine Unannehmlichkeit. Wir versichern Ihnen, daß wir alles in unseren Kräften Stehende tun werden, damit die künftigen Sonnenaufgänge bis einschließlich zum Tag X planmäßig stattfinden können. Mit sonnigen Grüßen, Ihre Sonnenschein-Verwaltung!


Der mephistophelische Plan – Hintergründe des Zeitgeschehens

Quelle: Die Insider / Seite 231-236


Sieben Taten Mephistos, Teufel

Wat mutt, dat mutt

Hier müsste mal so richtig saubergemacht werden, so eine Art professionelle Grundreinigung bräuchte es hier.

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Richtiges Durchputzen bis ins letzte Hinterzimmer wäre jetzt langsam mal dran – wat mutt, dat mutt.

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„Es sollte zeitnah eine Reinigungsmaßnahme angestoßen werden …“


Unser Experte empfiehlt: Mit einem Lied auf den Lippen macht sich die Arbeit leichter.


Siehe auch: Unter freiem HimmelUnter freiem Himmel (4)Recht und OrdnungRecht und Ordnung (2)VolkseigentümlichWillkommenswetterWillkommenswetter (2)


Saubermachen, Großputz, Waschtag

Alptraumparadies (2)

Die Neue Geschlechts-Ordnung (NGO) macht mir hier mächtig zu schaffen, irgendwie ist sie voller Widersprüche.

Frieden mit allen, die den Schöpfer ablehnen, ist hier gemeint – aber das ist kein Frieden, das bedeutet Krieg, Toleranz ist das Schlagwort.

Überall auf der Welt findest du Brutstätten des Bösen. Hier hat der Architekt ein okkultes Konzept in eine Spielplatzgestaltung einfließen lassen. Das männliche und das weibliche Prinzip, die Zeugung des Neuen Menschen mit zwei Köpfen oder was auch immer …

Ich lasse diese Kultstätte links liegen und gehe weiter, die Striche lassen mich heute etwas in Ruhe.

Da hängt schon wieder die Regenbogen-Fahne. Wenn die Kadetten der Neuen Geschlechts-Ordnung (NGO) ihr Traumparadies mal so richtig durchgedrückt haben, dann brauchen wir wirklich ein Menschen-Museum.

Halt mal, hoppla, das gibt es ja schon!

Also sind die Menschen schon ausgestorben? Mir schwante seit langem etwas in dieser Richtung, aber daß es schon so weit gekommen ist … Ich lasse mich führen und folge den Hinweisschildern.

Ich stehe vor dem Eingang zum Menschen-Museum, mir werden Körperwelten versprochen.

Das Menschen-Museum hat einen großen Turm, damit man es von allen Seiten sehen kann.

Wenn ich da hineingehen würde, könnte ich wohl solche Gespräche mithören: „Guckt mal, Kinder, so sahen früher die Menschen aus. Heute gibt’s die nicht mehr, die sind ausgestorben.“ – „Sind sie an Einsamkeit, Sex und Mitleid gestorben?“ – „Kann schon sein, weiß ich nicht.“

Ich gehe nicht hinein, denn das Museum ist in Wirklichkeit eine Leichen-Ausstellung. Ob sie da auch Strich-Tote zeigen?

Ich betrachte mir die Wasserspiele, die gehören bei den Kultstätten immer dazu, etwas Spiegelndes muß dabei sein …

Der Polarisationsfilter läßt den Turm verschwinden, Licht hat eine Richtung! Die Vögel wissen das schon lange.

Ich gehe weiter, es wird immer schlimmer. Magie kämpft gegen Magie, das Reich ist uneins, deswegen wird es untergehen.

Der Bursche hat Schwimmhäute und das Krokodil hat die Sonne gestohlen. Aber wir haben ja noch den Mond, der scheint auch manchmal am Tag.

Ich gehe weiter im Sonnenlicht, das Licht des Mondes kommt auch nur von der Sonne.

Ein Mann kommt auf mich zu und drückt mir einen sehr guten Fotoapparat in die Hand. Das ist ja ein fürstliches Geschenk, denke ich, so einen habe ich mir schon immer gewünscht. Ach so, ich soll nur ein Foto von ihm und dem Kirchturm machen. Schade, wie man sich irren kann, das war eben wieder mein Wunschdenken …

Ich blicke nach links und sehe einen Strich über dem Roten Rathaus. Woher kommt nur dieser ganze Strichozialismus?

Haben diese beiden Herren etwas damit zu tun? Oder hat man es ihnen nur untergeschoben?

Sollten sie etwa schuld daran sein?

Egal, die beiden Männer sind ja schon gestorben. Aber ich kann das nicht glauben.

Der Mensch stirbt, der Geist niemals.

Gehe mal weiter, denke ich – oder drehe dich mal um.

Ein Strich, zwei Striche …

Ach schau an, hier war ich doch schon mal. Da haben die ganz Linientreuen die Neue Himmels-Ordnung (NHO) gleich in die Architekturzeichnungen eingearbeitet. Einen blauen Himmel gibt es nicht mehr, das neue Paradigma heißt Naturtrüb oder Grau.

Jetzt wird es spannend, aus der Ferne halte ich Ausschau, ob dort hinten die POLIZEI steht?

Kaum einer von den Touristen ahnt wohl etwas, an welchem Ort er hier ist.

Die Einschusslöcher erinnern an den Krieg und daran, daß er wiederkommt.

Und wer hat die Kriege angezettelt?

Den ummauerten Garten kann ich noch fotografieren, dann schüchtern mich die bewaffneten Polizisten ein. Ist ja ein kleines Paradies da drin, es kommt aber nicht jeder hinein. Im Weitergehen knipse ich das Gegenüber. Dann drehe ich mich nochmal um, da müssen ja schwere Feindseligkeiten ausgebrochen sein, meine Güte … offen getragene Pistolen …

So ist das eben, irgendwann kommt alles ans Licht. Plötzlich hat man keine Freunde mehr, sondern Feinde.

Ich gehe weiter, jemand protestiert gegen den Tod, aber er hat nichts verstanden.

Ich freue mich, daß sich die Stricher heute zurückhalten, meine Nerven machen das bald nicht mehr mit.

Stop, umdrehen!

Weitergehen, über die Brücke, dann links! Da kommt ja schon wieder die POLIZEI, bestimmt sorgen sie für Recht und Ordnung.

Da drüben sehe ich wieder die Werbung für den Einen, für das Tier aus dem Meer, aus dem Wasser. Die ganze Stadt ist voll von diesen greulichen Plakaten.

Der Eine ist darauf angewiesen, daß die Neue Geschlechts-Ordnung (NGO) allgemein anerkannt wird. Sonst kann er sich nicht zum Sonnenkönig krönen lassen.

Deshalb gibt es diesen Tempel, dort drin kann man sich einweihen und in den Bann ziehen lassen.

In diesem Palast wird dir Respekt beigebracht! Und draußen lärmen die Preßlufthämmer, na ja, da kannst du schon mal Toleranz üben, üben und nochmals üben …

Ich bin erleichtert, als ich wieder in meinem Dschungel bin, hier gibt es noch Tiger auf den Bäumen. Ist eben eine echte und freie Wildbahn, da zählt nur das Recht des Stärkeren.